Auf 280km Piste nach Taourmite
Die Nacht war dann ruhig, der Wind hatte nachgelassen und wir konnten noch etwas draußen in den Dünen sitzen. Zum Sonnenaufgang hat man dann plötzlich gesehen wieviel Leute hier unterwegs sind. Von überall kamen Menschen (und Dromedare) um dem Spektakel zuzuschauen. War auch Wahnsinn.
Bevor wir dann aber losfahren gab's natürlich erst noch ein paar Aufwärmübungen im Sand.
https://youtu.be/SynsMsmizx0
Auf der Piste Richtung Zhagora kamen wir schnell an holprige Passagen. Die T3 Busse kamen super mit und als wir mal wieder anhielten konnten wir dann auch sehen wie Bruno mit seinem T3 sprichwörtlich über die Liste flog.
Nach dem fliegen kommt erfahrungsgemäß auch die Landung. Und die war irgendwann einmal zu hart für die Felge. Bruno hat für ein paar hundert Meter versucht mit einem pistenbuggy mitzuhalten und hatte dann eine verbogene Felge samt platten Reifen. Was tun? Einen Ersatzreifen hatte Bruno nicht dabei und ob der von Werner passt war nicht klar.
Wir haben dann versucht die Felge mit dem Hammer wieder rund zu dengeln. Anschließend noch mit einem Stempelwagenheber gepresst und mit dem Kompressor wieder Luft drauf. Glück gehabt, es konnte weitergehen.
Die Strecke wurde landschaftlich schöner, allerdings hatten wir oft heftigen Wind mit viel Sand.
Irgendwann sind wir dann in der Oase rhiari (Name muss ich noch korrigieren) angekommen. Wie immer kommen Kinder auf uns zu. Da wir nicht so genau wissen wie es nach dem Ort weitergeht kommt ein Mann auf uns zu und sagt das wir auf dem Pfad den wir planen zu nehmen nicht weiterkommen werden. Viel zu viel and und Dünen. Da kommt man nicht durch. Er wüsste einen Weg nach Norden über den wir weiterkämen. Wir den höflich Nein und versuchen unser Glück. Direkt schon beim Verlassen des Dorf gehen die Schwierigkeiten los. Tiefe Furchen, tiefer Sand mit Fechfech. Irgendwann denken wir das wir von der Piste angekommen sein müssten und drehen um. Gerade so schaffen wir es ohne steckenzubleiben zurück ins Dorf. Der Mann bietet wieder seine Hilfe an, jedoch versuchen wir einen anderen Weg.
Wir lesen später das diese Oase bei Wüstenfahrern für den anspruchsvollen weichen Sand bekannt sein soll. Nach einer Zeit anstrengender Fahrt haben wir dann in einer Kasbah übernachtet. Dort hat uns der Betreiber einer Auberge Tajine zum Abendessen bereitet. Wahnsinn! So gut haben wir lange nicht gegessen. Und was für ein Ambiente in dem wir hier mitten in der Sahara übernachten!!
Ein echt großartiger Tag, wenn auch mit wirklich großen Strapazen bei 40 Grad Hitze und Sandsturm.
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